Verständlich erklärtQuellenbasiert eingeordnetStand August 2026

Leukotrichie verstehen

Weiße Haare bei Vitiligo: Leukotrichie und Poliosis

Werden Haare innerhalb eines Vitiligo-Areals weiß, spricht die Dermatologie von Leukotrichie oder Poliosis. Das kann Kopfhaar, Augenbrauen, Wimpern oder Körperhaare betreffen.

Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Haare können lokal Pigment verlieren.
  • Haarfollikel sind wichtige Pigmentreservoirs.
  • Leukotrichie beeinflusst die Prognose.
  • Haarausfall benötigt eine eigene Diagnose.
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Warum werden Haare weiß?

Die Haarfarbe entsteht durch Melanozyten im Haarfollikel. Sind diese Zellen im betroffenen Bereich vermindert oder nicht mehr funktionsfähig, kann das nachwachsende Haar weiß erscheinen. Bei segmentaler Vitiligo tritt Leukotrichie vergleichsweise früh auf.

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Welche Bedeutung hat der Haarfollikel?

Haarfollikel enthalten Zellreserven, aus denen eine perifollikuläre Repigmentierung ausgehen kann. Leukotrichie gilt deshalb als prognostisch ungünstigeres Zeichen, schließt eine Veränderung aber nicht kategorisch aus. Körperstelle, Aktivität und Erkrankungsdauer bleiben ebenfalls wichtig.

03

Vitiligo oder Haarausfall?

Vitiligo verändert vor allem die Pigmentierung. Fallen Haare aus, entstehen kahle Areale oder entzündet sich die Kopfhaut, muss zusätzlich nach anderen Ursachen gesucht werden. Alopecia areata kann als weitere Autoimmunerkrankung vorkommen und wird eigenständig diagnostiziert.

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Kopfhaut und Alltag

Auf sichtbaren Kopfhautarealen helfen Hut, Schatten und geeigneter Sonnenschutz gegen UV-Belastung. Haarfarbe oder kosmetische Abdeckung sind persönliche Optionen; bei empfindlicher Haut empfiehlt sich vorab ein Verträglichkeitstest nach Produktangaben.

Fachliche Grundlage

Fachliche Basis: AWMF-S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Vitiligo (Reg.-Nr. 013-093, Version 2.0, Stand 27. Juli 2026) sowie aktuelle EMA-Arzneimittelinformationen, soweit Arzneimittel behandelt werden. Redaktionelle Quellenprüfung: 31. August 2026.

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