Überblick
Das Wichtigste in Kürze
- ✓Melanozyten bilden Melanin.
- ✓Melanosomen transportieren Pigment.
- ✓Tyrosinase ist ein Schlüsselenzym.
- ✓UV-Licht beeinflusst Pigmentbildung.
- ✓Bei Vitiligo fehlen funktionsfähige Melanozyten.
Melanozyten, Melanin und Melanosomen
Melanozyten sitzen vor allem in der Basalschicht der Oberhaut und in Haarfollikeln. Sie stellen Melanin in kleinen Zellorganellen her, den Melanosomen. Diese werden an Keratinozyten weitergegeben und verteilen Pigment in der Haut.
Menschen unterschiedlicher Hautfarbe besitzen nicht zwingend völlig unterschiedliche Mengen an Melanozyten. Wichtiger sind Aktivität, Größe und Verteilung der Melanosomen sowie Art und Menge des gebildeten Melanins.
Wie läuft die Melanogenese ab?
Vereinfacht führt der Stoffwechselweg von L-Phenylalanin über L-Tyrosin und L-DOPA zu Zwischenprodukten, aus denen Melanin entsteht. Das Enzym Tyrosinase katalysiert zentrale Schritte. Kupfer ist ein Cofaktor dieses Enzyms.
Aus dieser biologischen Funktion folgt nicht automatisch, dass die Einnahme einzelner Stoffe Vitiligo behandelt. Für Lebensmittel und Nahrungsergänzung gelten nur zugelassene gesundheitsbezogene Aussagen und die tatsächliche Versorgungssituation bleibt entscheidend.
Warum geht Pigment bei Vitiligo verloren?
Bei Vitiligo richtet sich das Immunsystem gegen Melanozyten. Entzündliche Signalwege und oxidativer Stress können die Zellen zusätzlich belasten. Wenn funktionsfähige Melanozyten in einem Areal fehlen, kann dort kein normales Hautpigment mehr gebildet und verteilt werden.
Woher kann neues Pigment kommen?
Verbliebene Melanozyten aus Haarfollikeln können bei erfolgreicher Behandlung zur Repigmentierung beitragen. Deshalb beginnen neue Pigmentpunkte häufig rund um Haare. Unbehaarte Areale und Stellen mit weißen Haaren können schwerer repigmentieren.