Unabhängig erklärtQuellenbasiert eingeordnetStand August 2026

Weiße Flecken einordnen

Vitiligo diagnostizieren: Wie entsteht Klarheit?

Weiße Hautflecken sind nicht automatisch Vitiligo. Eine dermatologische Untersuchung verbindet Aussehen, Verteilung, Entwicklung und persönliche Vorgeschichte zu einer verlässlichen Einordnung.

Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Diagnose ist meist klinisch möglich.
  • Wood-Licht kann Grenzen deutlicher zeigen.
  • Fotos helfen beim Verlaufsvergleich.
  • Andere Ursachen müssen bedacht werden.
  • Bluttests werden gezielt eingesetzt.
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Was geschieht beim ersten Arzttermin?

Zunächst wird geklärt, wann die erste helle Stelle aufgefallen ist, ob neue Flecken entstehen und ob Vitiligo oder Autoimmunerkrankungen in der Familie vorkommen. Auch Medikamente, Hautverletzungen, Sonnenbrand und begleitende Beschwerden können relevant sein.

Danach wird die Haut bei gutem Licht untersucht. Lage, Symmetrie, Begrenzung und Farbe der Flecken geben wichtige Hinweise. Haare und Schleimhäute können je nach Befund einbezogen werden.

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Was zeigt eine Wood-Lampe?

Die Wood-Lampe sendet langwelliges UVA-Licht aus. In einem abgedunkelten Raum kann vollständig depigmentierte Haut dadurch kontrastreicher erscheinen. Das hilft besonders bei heller Haut, unklaren Rändern oder sehr frühen Veränderungen.

Die Untersuchung ist schmerzfrei. Sie ergänzt die ärztliche Beurteilung, ersetzt sie aber nicht und liefert allein noch keine vollständige Diagnose.

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Welche anderen Ursachen kommen infrage?

  • Pityriasis versicolor: oberflächliche Pilzerkrankung mit helleren oder dunkleren Flecken
  • Pityriasis alba: meist unscharf begrenzte, leicht schuppende helle Areale
  • Postinflammatorische Hypopigmentierung nach Entzündung oder Verletzung
  • Naevus depigmentosus: meist seit früher Kindheit bestehender heller Bezirk
  • Idiopathische guttate Hypomelanose: kleine helle Punkte an sonnenexponierter Haut
  • Chemisch ausgelöste Leukodermie nach wiederholtem Kontakt mit bestimmten Stoffen
Gut zu wissen

Bilder aus dem Internet reichen nicht für eine sichere Diagnose.

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Aktiv, stabil oder repigmentierend?

Neue Flecken, größer werdende Ränder oder Veränderungen nach Reibung und Verletzung können auf Aktivität hinweisen. Stabilität bedeutet, dass über einen längeren Zeitraum keine klare Ausbreitung erkennbar ist. Kleine Pigmentpunkte, häufig um Haarfollikel, können ein Zeichen beginnender Repigmentierung sein.

Vergleichbare Fotos bei ähnlichem Licht, gleicher Entfernung und gleicher Körperhaltung helfen, Veränderungen objektiver einzuschätzen.

Fachliche Grundlage

Fachliche Basis: AWMF-S1-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Vitiligo (Reg.-Nr. 013-093, Stand 2021, Gültigkeit bis April 2026) und die bei der AWMF angemeldete Überarbeitung. Quellenprüfung: 19. August 2026.

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