Überblick
Das Wichtigste in Kürze
- ✓Milde Reinigung genügt meist.
- ✓Pflege richtet sich nach dem Hautzustand.
- ✓Reibung und Verletzungen bewusst reduzieren.
- ✓Breitband-UV-Schutz anwenden.
- ✓Phototherapie ist kein Sonnenbad.
Eine einfache tägliche Routine
- Lauwarm und mit milden, gut verträglichen Produkten reinigen
- Bei Trockenheit eine passende Feuchtigkeitscreme verwenden
- Neue Produkte zunächst an einer kleinen Stelle testen
- Scheuern, starken Druck und wiederholte Hautverletzungen möglichst vermeiden
- Sonnenschutz großzügig und rechtzeitig auftragen
Warum Sonnenschutz besonders wichtig ist
Melanin trägt zum natürlichen UV-Schutz der Haut bei. Depigmentierte Areale können schneller mit Rötung oder Sonnenbrand reagieren. Hoher Breitband-Sonnenschutz, schützende Kleidung, Schatten und die Vermeidung intensiver Mittagssonne ergänzen sich.
Die nötige Menge wird häufig unterschätzt. Schutz sollte nach Schwimmen, Schwitzen, Abtrocknen und entsprechend den Produktangaben erneuert werden.
Reibung, Rasur und Verletzungen
Bei manchen Menschen treten nach Verletzungen oder wiederholter Reibung neue Vitiligo-Areale auf; dies wird als Köbner-Phänomen bezeichnet. Sanfte Rasur, passende Kleidung und Schutz bei hautbelastenden Tätigkeiten können mechanische Reize reduzieren.
Camouflage und Selbstbräuner
Camouflage-Make-up und Selbstbräuner können Farbunterschiede vorübergehend ausgleichen. Ob, wann und wie sichtbar Vitiligo sein soll, entscheidet jede Person selbst. Ein Abdecken ist keine medizinische Notwendigkeit.
Pigmentorientierte kosmetische Pflege
Kosmetische Produkte können Hautgefühl, Feuchtigkeit und das Erscheinungsbild der Hautpflege-Routine unterstützen. Sie behandeln jedoch nicht die autoimmune Ursache der Vitiligo und sollten nicht als Medikament dargestellt werden.
Ein Kosmetikum ersetzt weder eine Diagnose noch verschreibungspflichtige oder ärztlich begleitete Therapie.