Überblick
Das Wichtigste in Kürze
- ✓Farbe allein reicht nicht zur Diagnose.
- ✓Schuppung spricht für andere Ursachen.
- ✓Anamnese und Verteilung sind wichtig.
- ✓Selbstbehandlung kann Befunde verändern.
Häufige Differentialdiagnosen
Pityriasis versicolor kann fein schuppen und wird durch Hefepilze verursacht. Pityriasis alba zeigt eher blassere, leicht trockene Areale. Nach Ekzemen, Verletzungen oder Entzündungen kann vorübergehend eine postinflammatorische Hypopigmentierung zurückbleiben.
- Pityriasis versicolor
- Pityriasis alba
- postinflammatorische Hypopigmentierung
- Naevus depigmentosus
- idiopathische guttate Hypomelanose
Welche Merkmale helfen bei der Einordnung?
Ein seit Geburt oder früher Kindheit unverändertes Areal hat eine andere Bedeutung als neu entstehende symmetrische Flecken. Schuppung, Juckreiz, vorherige Entzündung, Medikamente, Berufsexposition und Familiengeschichte geben zusätzliche Hinweise.
Wann ist eine Biopsie nötig?
Vitiligo wird meist klinisch diagnostiziert. Eine Hautprobe ist nur bei untypischen oder unklaren Befunden erforderlich. Die Entscheidung trifft die Dermatologie nach Untersuchung und gegebenenfalls Wood-Licht oder Pilzdiagnostik.
Fachliche Basis: AWMF-S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Vitiligo (Reg.-Nr. 013-093, Version 2.0, Stand 27. Juli 2026) sowie aktuelle EMA-Arzneimittelinformationen, soweit Arzneimittel behandelt werden. Redaktionelle Quellenprüfung: 23. August 2026.
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