Überblick
Das Wichtigste in Kürze
- ✓Verläufe sind individuell.
- ✓Neue Flecken sprechen für Aktivität.
- ✓Stabilität wird über Zeit beurteilt.
- ✓Vergleichsfotos machen Veränderungen sichtbar.
Woran kann aktive Vitiligo erkennbar sein?
Hinweise sind neu entstehende Flecken, rasch größer werdende Areale, konfettiartige kleine Depigmentierungen oder neue Stellen nach Reibung und Verletzung. Auch dreifarbige Übergangszonen können im Gesamtbefund berücksichtigt werden.
Was bedeutet stabil?
Stabilität bedeutet, dass über einen relevanten Zeitraum keine neuen Flecken und keine deutliche Größenzunahme beobachtet wurden. Die erforderliche Dauer hängt von der geplanten Therapie ab; vor operativen Verfahren gelten besonders strenge Kriterien.
Fotos sinnvoll vergleichen
Fotografieren Sie dieselbe Körperstelle in regelmäßigen, nicht zu kurzen Abständen mit ähnlichem Licht, Abstand und Position. Ein Maßstab oder eine feste Bildschablone kann helfen. Bräunung der Umgebung darf nicht mit einer Ausbreitung verwechselt werden.
- gleiches Licht
- gleicher Abstand
- gleicher Bildausschnitt
- Datum und Therapiephase dokumentieren
Repigmentierung erkennen
Neue Farbe kann als kleine Punkte um Haarfollikel, vom Rand aus oder diffus im Areal erscheinen. Regelmäßige Verlaufskontrollen helfen, echte Entwicklung von kurzfristigen Farb- und Lichteffekten zu unterscheiden.
Fachliche Basis: AWMF-S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Vitiligo (Reg.-Nr. 013-093, Version 2.0, Stand 27. Juli 2026) sowie aktuelle EMA-Arzneimittelinformationen, soweit Arzneimittel behandelt werden. Redaktionelle Quellenprüfung: 23. August 2026.
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