Verständlich erklärtQuellenbasiert eingeordnetStand August 2026

Zugelassene Arzneimitteltherapie

Ruxolitinib-Creme bei Vitiligo

Ruxolitinib ist ein JAK1/JAK2-Hemmer. Als Creme ist der Wirkstoff in der EU für nichtsegmentale Vitiligo mit Gesichtsbeteiligung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren zugelassen.

Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Verschreibungspflichtige Creme.
  • Zugelassen ab zwölf Jahren.
  • Für nichtsegmentale Vitiligo mit Gesichtsbeteiligung.
  • Repigmentierung braucht häufig viele Monate.
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Wie wirkt Ruxolitinib?

Ruxolitinib hemmt Januskinasen 1 und 2. Dadurch werden Signale des Interferon-gamma-Wegs abgeschwächt, der an der Immunreaktion gegen Melanozyten beteiligt ist. Ziel ist, den pigmentbildenden Zellen ein günstigeres Umfeld für Repigmentierung zu geben.

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Für wen ist die Creme zugelassen?

Die europäische Zulassung umfasst Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren mit nichtsegmentaler Vitiligo und Gesichtsbeteiligung. Behandlungsfläche, Begleiterkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit sowie weitere Arzneimittel müssen vor der Verordnung berücksichtigt werden.

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Anwendung und Dauer

Nach EMA-Produktinformation wird die Creme zweimal täglich auf depigmentierte Areale aufgetragen und gleichzeitig auf höchstens zehn Prozent der Körperoberfläche angewendet. Eine zufriedenstellende Repigmentierung kann mehr als sechs Monate benötigen; die ärztliche Kontrolle entscheidet über Fortführung oder Beendigung.

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Ergebnisse und Nebenwirkungen

Das Ansprechen unterscheidet sich nach Körperregion und Person. Das Gesicht repigmentiert häufig besser als Hände und Füße. Zu den häufigeren lokalen Nebenwirkungen zählt Akne an der Auftragsstelle. Maßgeblich bleiben Fachinformation, Packungsbeilage und ärztliche Begleitung.

Gut zu wissen

Ruxolitinib-Creme ist ein Arzneimittel und wird nur nach ärztlicher Verordnung angewendet.

Fachliche Grundlage

Fachliche Basis: AWMF-S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Vitiligo (Reg.-Nr. 013-093, Version 2.0, Stand 27. Juli 2026) sowie aktuelle EMA-Arzneimittelinformationen, soweit Arzneimittel behandelt werden. Redaktionelle Quellenprüfung: 23. August 2026.

Quellen werden im Portal bewusst als Text genannt; externe Weiterleitungen sind nicht erforderlich.

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